La Orotava die historische Entwicklung der Landwirtschaft

//La Orotava die historische Entwicklung der Landwirtschaft

La Orotava die historische Entwicklung der Landwirtschaft

Eng verbunden mit der historischen städtischen Entwicklung von La Orotava ist die Landwirtschaft, als Quelle des Reichtums, die vom Beginn der Eroberung und der spanischen Kolonisation bis in die heutige Zeit reicht. Die Ergiebigkeit der Böden und der Überfluss an Wasser ließen die Stadt zur reichsten und fruchtbarsten des Archipels werden. Aus diesem Grund dehnten sich die ersten Siedler in die Gebiete in Küstennähe und in mittlere Lage aus, um diese der landwirtschaftlichen Nutzung und Bebauung zuzuführen.

Die Kolonisation vom Orotavatal, wie auch der anderen ertragreichen Gebiete des Archipels legte fest, dass die unteren und in mittlerer Höhe gelegenen Gebiete der Landwirtschaft dem Export vorbehalten waren und die oberen Gebiete der Selbstversorgung dienten. Schon gleich nach der Eroberung wurden die Wasserrechte vom Land getrennt und den Eroberern und den privilegierten Finanziers, mit der Landüberschreibung in Küstennähe gekoppelt und ihnen zugeschrieben. Seitdem wurde das Wasser über Leitungssysteme aus den Bergen, zur Regulierung in große Wasserbecken verbracht, um in der Trockenzeit über eine Bewässerung zu verfügen.

Orotava - Wasser

Der Rohrzucker, beheimatet in Indien, hielt in die Oberschicht von Europa, durch die Konditorei, Einzug und war die erste Monokultur die in den unteren und mittleren Gebieten angebaut wurde. Der Bedarf an Wasser, die Erdverlagerung aus den Bergen an die steinigen Küstenstriche, die Versorgung mit Holz, um die Zuckerfabriken zu betreiben und der Kauf von afrikanischen und marokkanischen Sklaven um den Anbau zu ermöglichen, führte zu großen Investitionen und zu einer Umgestaltung der Insel. Der Rohrzucker brauchte wie die Banane viel Sonne und die gab es an den Küstenabschnitten; aber zusätzlich wurde auch viel Wasser gebraucht und so waren zahlreiche Quellen notwendig. Dies machte das Tal zu den begünstigten Anbaugebieten des Rohrzuckers, deshalb gab es hier auch 3 Zuckerfabriken. Aber die hohen Kosten des Anbaus und der Verarbeitung führten schließlich zum Niedergang der Zuckerrohrmonokultur. Beschleunigt wurde dies durch den Eintritt Brasiliens in den Zuckerhandel, da dort billiger und schneller produziert werden konnte.

Danach kam der Weinanbau und das Orotavatal wurde in einen großen Weingarten verwandelt. Die Politik und Schädlinge führten dazu, dass die zweite Monokultur der Insel ebenfalls unterging. Auch der Cochinilla-Laus ging es nicht besser, nach der Erfindung chemischer Farben ging dieser Geschäftszweig 1870 unter.

Weinanbau

Nach dieser Zeit suchten die Großgrundbesitzer verzweifelt nach neuen Kulturen, wie zum Beispiel Tabak oder Kaffee. Doch der technische Fortschritt hielt auch auf Teneriffa Einzug, mit der Erfindung der Dampfmaschine und der Dampfschiffe war erstmals eine berechenbare, schnelle Schifffahrt möglich, was auch zu niedrigeren Transportkosten und so zu einer Revolution der Schifffahrt führte. Alle diese Umstände, aber auch der bessere Lebensstandard in den industrialisierten Ländern, sowie der Fortschritt in der Kühlung und die Konservierung der Produkte, führte im Küstenstreifen zu extensiven Bananenpflanzungen. Die Bananenstaude, die original aus Asien stammt, wahr seit dem 16. Jahrhundert auf den Inseln bekannt und wurde das erste Mal von Südamerika auf die Kanaren eingeführt. Wieder einmal war England der bevorzugte Abnehmer der Frucht.

Bananenanbau

Die Bananenpflanzungen veränderten ganz radikal die küstennahe und mittlere Landschaft vom Orotavatal und beschleunigten durch ihren großen Verbrauch die Erschließung von neuen Wasserquellen. Die Galerien, die in den Berg getrieben wurden, um an Wasser zu kommen, kosteten unvorstellbare Geldsummen und brachten letztendlich die Quellen von Aguamansa zum versiegen. Die unverhältnismäßig große und irrationale Ausbeutung der Wasservorräte, nach der Entwicklung der Bananenmonokultur, mobilisierte so einheimisches wie auch fremdes Kapital, das in dieselbe floss.

Der Zuckerrohr-, wie der Weinanbau, die Cochinilla-Laus, die Bananenplantagen und der Tourismus waren ganz klar und maßgeblich an der sozialen, ökonomischen Entwicklung des Orotavatals beteiligt.

2018-04-12T22:37:03+00:00
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