La Orotava2018-06-28T13:54:51+00:00

Die Sehenswerte Stadt La Orotava

Ein Schmuckstück, was Architektur und Harmonie der Baukunst angeht.

Geschichte

Hier lebt die Geschichte von Teneriffa in vielen Häusern und Palästen
Besonders durch die Namen der Erbauer und Besitzer, die fast immer einen Namensteil eines an der Eroberung Teneriffas Beteiligten tragen

Hochadel

Es lebt hier in Orotava zwar keine Familie aus dem Hochadel

Aber ansonsten kann man an den Beschriftungen der Häuser sehen, dass der Spanische Adel und die Eroberer doch großen Besitz in dieser alten Stadt haben

Kaufleute

Später wurden dann die Kinder reicher Kaufleute aus Irland und England mit Adeligen verheiratet

La Orotava wurde so zu einer blühenden Stadt, die dem Europäischen Kontinent in nichts nachstand. Auch kulturell war man in La Orotava auf dem Laufenden.

Alexander von Humboldt bemerkte nach seinem Besuch von Teneriffa

im Jahr 1799 in seiner Reiseerzählung, dass man

„die Familie Cólogan als Freunde der Wissenschaft in Erinnerung behalten“

wird, deren Haus immer Reisenden aller Länder Herberge war. Lobend erwähnte er Bernardo Cólogan als einen Mann, welcher ein gründliches, breit gefächertes Wissen hat. Überrascht hat ihn, auf einer Insel so wissbegierige und kunstsinnige Menschen anzutreffen, zumal er dachte, dass dies nur in den Metropolen von Europa möglich wäre. Dies alles hätte ihm seinen Aufenthalt angenehm sein lassen, so dass er gerne länger geblieben wäre, aber sein Forscherdrang, Neues zu entdecken, veranlasste eine gewisse Unruhe in ihm, die ihn zur Weiterreise an sein letztendliches Ziel Süd Amerika drängte.

Der Jardín de la Quinta roja

über dem ein Mausoleum thront ist eine Augenweide und lädt zum Verweilen ein. Von hier oben hat man einen schönen Überblick über die Altstadt von La Orotava und es fallen einem die vielen Türmchen auf den Herrschaftshäusern und Palästen auf. Von diesen hatte man einen sehr guten Blick auf den Hafen von Puerto de la Cruz und konnte so schnell auf die aus dem neuen Kontinent ankommenden Schiffe reagieren, in deren Bäuche alles gebunkert war, was es zu dieser Zeit an Kostbarem gab.

Interessanter Besucher in La Orotava

Maximilian Erzherzog von Österreich auf Teneriffa

In den frühen Stunden des Morgens vom 17. Dezember 1859, ging der Raddampfer „Kaiserin Elizabeth“ der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine vor Puerto vor Anker. Das Beiboot brachte 8 gut gekleidete Herrschaften, gefolgt von österreichischen Marineinfanteristen an Land. Diese Herren fragten nach einer Unterkunft, denn der Zweck ihres Besuches war Teneriffa zu besichtigen.

Sie kamen im einzigen, einigermaßen annehmbaren Haus an der Plaza de Constitución (Plaza del Charco – im Rincón) bei Señor Pedro Aquilar unter. Was verwunderte war, dass obwohl es sich bei zwei der Herren um auffallende Persönlichkeiten handeln musste, was an ihrem Auftreten auszumachen war, diese inkognito im Hotel abstiegen. Der junge Adelige und seine Begleiter waren dankbar für die musikalische Unterhaltung, die ihnen geboten wurde, es herrschte so gar so gute Stimmung, dass sie bei einigen Liedern mitgesungen haben. Am nächsten Tag besuchte man den Jardín de Aclimatación de La Orotava (Botanischer Garten), danach ging es nach La Orotava, wo sich der Marqués de Celada, Don Diego Benítez de Lugo um die Reisegesellschaft kümmerte. Nach weiteren Besuchen beim hiesigen Adel kehrte man schließlich wieder ins Hotel zurück. Don Pedro Aquilar wurde von dem jungen Adeligen, nachdem er sein Zimmer betrat, gefragt, ob er ihm nicht dienen wolle. Don Pedro fühlte sich zwar sehr geehrt brachte aber alle Gründe hervor, warum er Puerto de la Cruz nicht verlassen könne und gab sich sichtlich gerührt von der herzlichen Art des jungen Aristokraten.

Beim Eintrag in das Gästebuch, am Tag der Abreise der österreichischen Reisegesellschaft, konnte Don Pedro lesen, dass der Marineoffizier der österreichische Seeoffizier Wilhelm von Tegetthoff war, der junge Aristokrat unterzeichnete mit Josef Selleny, Österreich. Von einem Gepäckstück des jungen Adeligen fiel eine Plakette auf den Boden, auf der Erzherzog Ferdinand Max eingraviert war, diese überließ er dem dankbaren Don Pedro und verabschiedete sich überschwänglich von diesem.

Der Marqués de Celada, brachte nach eindringlichem Befragen und nach dem Vorweisen der Plakette Licht ins Dunkle. Bei dem Besuch handelte es sich um keinen geringeren als den Erzherzog Ferdinand Maximilian, Generalgouverneur der Lombardei und Venetiens, Herr zu Triest, Görz, Krain und der Windischen Mark und Kommandant der österreichischen-ungarischen Marine handelte.

Es war eben dieser Erzherzog Ferdinand Maximilian, der nachdem er durch Kaiser Napoleon III beeinflusst wurde, 1864 die mexikanische Kaiserkrone annahm und 1867 in Querétaro zusammen mit seinen Generälen hingerichtet wurde. Seine sterblichen Überreste holte der nun gefeierte Admiral Wilhelm von Tegetthoff, der bedeutende Seeschlachten gegen Dänemark und Italien gewonnen hatte, in Mexiko mit der Dampffregatte Novara ab und passierte dann, auf dem Heimweg, noch einmal Teneriffa.

La Orotava

Dass La Orotava eine reiche Stadt war und ist kann man auch an den vielen Kirchen und Klöstern sehen, die sich in der Stadt finden lassen. Schon der Kuppelbau der Stadtkirche, die das Bild von La Orotava prägt lässt erkennen, dass die Einwohner dem Reisenden zu verstehen gaben, dass man sich hier in einer besonderen Stadt befindet. Dies wird einem auch bei einem Besuch im Rathaus klar, das viele alte Wandteppiche, Gemälde und Möbel beherbergt, ein herrschaftliches Haus, man ist gerade zu gedrängt, Palast zu sagen.

La Orotava

Die Innenstadt ist von groben Bausünden nahezu verschont worden und so kann man sich an den mit viel Liebe unterhaltenen Fassaden erfreuen. In manchen Straßen in der Altstadt fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. In der Stadt gibt es kleine Hotels, die noch den Zeitgeist vergangener Jahrhunderte spiegeln, modern, wo es gebraucht wird, aber mit hoher Achtung vor den Schätzen des früheren Handwerks.

La Orotava

Immer wieder hat der Besucher das Glück, dass eine der schweren Eingangstüren, aus dem Holz der hiesigen Pinien, geöffnet ist und den Blick in den Innenhof freigibt, der meist einen kleinen Garten im Mittelpunkt beherbergt und die prachtvollen Balkone in der oberen Etage zeigt. Viele Klöster und Kirchen und die Stadtkirche bezeugen den Reichtum der Stadt. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Begeben Sie sich auf eine Reise in die Geschichte.

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