Geologie2018-06-28T15:07:28+00:00

Die Vulkaninsel Teneriffa

Teneriffa erhebt sich von einer Plattform vom Meeresgrund, die in ca. 3000 Metern Tiefe liegt und gehört zu den Mittelatlantischen Vulkaninseln, wie die Azoren, Madeira, Salwagens und die Kapverdischen Inseln. Die Insel hat eine Fläche von etwa 2.040 km2 und ist somit die größte Insel der Kanaren. Sie ist ca. 78 Kilometer lang und misst an ihrer breitesten Stelle ca. 45 Kilometer. Die afrikanische Küste ist vom Teide ungefähr 252 Kilometer entfernt.

Ersten vulkanischen Tätigkeiten

Die ersten vulkanischen Tätigkeiten

unter dem Meeresspiegel soll es laut der Wissenschaft vor 5 bis 7 Millionen Jahren gegeben haben. Es wurden einzelne Parzellen angehoben, so dass an den Bruchstellen vulkanische Tätigkeit auftrat. Der Sockel der Insel besteht aus vulkanischen Basalten. Teneriffa entstand aus mehreren Inseln, die sich zuerst bildeten. Die ersten Inseln dürften im Gebiet von Teno, Anaga und Adeje entstanden sein. Bemerkenswert ist, dass das Teno- wie auch das Anagagebirge dem Spaltenvulkanismus zuzuschreiben sind. Dazu braucht es eine Magmakammer, die unter sehr großem Druck steht und über ihr liegende Gesteinsschichten aufbricht, in die schließlich das Magma gedrückt wird, das dann in den Spalten aufsteigt. Das Ganze dürfte von heftigen Erdbeben begleitet gewesen sein, die wiederum zu weiteren Spalten führten. Dies ist sehr gut zu sehen, wenn man zum Beispiel zur Punta de Teno fährt oder sich am Aussichtspunkt über Masca befindet. Die Spalten haben eine Breite von 0,20 bis 2,50 Metern, vereinzelt können diese auch noch breiter sein; sie sehen teilweise aus wie in die Landschaft gearbeitete Mauern.

Die Entstehung

Vor ca. 2 bis 3 Millionen von Jahren entstand dann schließlich die Mitte von Teneriffa. Ein Süd-West – Nord-Ost ausgerichtetes Spaltensystem bildete die Gebirgszüge von La Laguna Richtung den Cañadas. Die Gebirgsrücken bauten sich zu beiden Seiten auf und so entstanden die Täler von Orotava, Güimar und Icod de los Vinos. Dann entstand ein großer Vulkan, der große Mengen von Magma nach oben förderte, die schließlich in Lavaströmen wieder bis zum Atlantik flossen.

Ungefähr vor 1/2 Millionen von Jahren soll es einen explosionsartigen Ausbruch gegeben haben, der den Vulkankegel zerstörte und die unter im liegende Magmakammer zum Einsturz brachte. Der Einsturzkrater wird Caldera genannt und hat die Ausmaße von ca. 17 Kilometern Länge und 8 Kilometern Breite. Man kann, wenn man von Puerto de la Cruz kommend in die Caldera einfährt, die auf der linken Seite stehenden Randberge des alten Vulkans sehen, der höchste ist der Guajara mit 2714 Metern, auf dem rechten Rand steht heute der Teide und Pico Viejo.

Nach diesem heftigen Ausbruch, der ca. 4 Kubikkilometer Magma nach oben förderte bildete sich dann ein neuer Kegel, der Pico Viejo genannt wird, an ihn lehnt sich der Teide an. Der Teide ist der höchste Berg Spaniens und hat eine Höhe von 3.718 Metern; nur wenn man exakt sein will, muss man von Meeresgrund an rechnen und dann hat der Teide eine Höhe von 6.718 Metern.

Skizze Bruchstelle

Der Teide

zählt zu den aktiven Vulkanen. Den letzten Ausbruch im Krater des Teide rechnet man dem Jahr 1399 zu. Eine Überlieferung der Guanchen besagt, dass im Orotavatal die Montañita, das ist der Vulkanhügel im Gebiet von Los Realejos, La Montañeta, um 1430 aktiv war. 1704 kam es im Tal von Güímar im Bereich Los Infantes, am 5. Januar 1705 in der Schlucht von Alemerchiga und am 2. Februar 1705 in der Cañada de Arafo zu Vulkanischer Aktivität. Grosse Ausbrüche folgten im Jahr 1706, als der Vulkan Montaña Negra die Hafenstadt und den Hafen von Garachico zerstörte.

1798 brach am Pico Viejo die Seite auf und die Chahorra, wie sie die Einheimischen nannten, füllte die Ebene der Caldera mit Obsidian. Durch dieses Lavafeld fährt man, wenn man den Teide von Puerto de la Cruz kommend umrundet und sich in Richtung Santiago del Teide orientiert. Den letzten Ausbruch gab es 1909, als der Chinyero bei Santiago del Teide ausbrach und dieses Dorf bedrohte, doch die Lava blieb kurz vor dem Dorf stehen und richtete so keinen Schaden an. Der Krater des heutigen Teide ist sehr klein, der Durchmesser beträgt ca. 70 Meter, die Tiefe ca. 30 Meter. Das ist darauf zurück zu führen, dass im alten Krater, der einen Durchmesser von ca. 450 Metern hatte, sich ein neuer Vulkankegel aufbaute, der den alten mit Asche, Bims und Lapilli auffüllte so entstand der Teide, wie er jetzt existiert.

Erdbeben

Da der Teide so ungefähr alle Einhundert Jahre ausbricht, ist er im Moment überfällig, wobei es aber keine aktuellen Anzeichen eines bevorstehenden Ausbruches gibt. Die fast täglichen schwachen Erdbeben, die sich auf der Richterskala zwischen 2 und 3 bewegen, bemerkt man kaum und diese sind für Gebiete mit aktiven Vulkanen durchaus normal. Der Teide gehört bestimmt zu einem der best beobachteten Vulkanen der Welt, es sind das ganze Jahr Wissenschaftler aus den verschiedensten Ländern auf Teneriffa um am Teide zu forschen. Zudem wird er das ganze Jahr von einem Spanischen Team beobachtet, dieses Team fragt in regelmäßigen Abständen die von ihm aufgebauten Frühwarnsysteme ab um exaktere Voraussagen machen zu können, wann ein Ausbruch bevorsteht.

Die drei Vulkanberge

Im Orotavatal gibt es drei Vulkanberge, die Montaña Fraile (Montañeta) bei Los Realejos, die Montaña de las Arenas, auf der heute ein Hotel steht. Ein dritter Kegel stand da, wo jetzt das Grandhotel Taoro und der Taoropark liegen. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts abgetragen um Platz für das Hotel und den Park zu schaffen. Diese Vulkankegel sind vor ca. 580 bis 1200 Jahren entstanden.

Die drei Vulkanberge

Wie gefährlich ist es auf einem noch aktiven Vulkan zu leben?

Gut, der Teide hat sich so alle Einhundert Jahre durch AusbrĂĽche bemerkbar gemacht und hat Anfang des 18. Jahrhunderts Garachico und den Hafen mit Lava verschĂĽttet, doch die Stadt war gewarnt worden und so waren keine menschlichen Opfer zu beklagen. Auf Grund der guten Ăśberwachung des Vulkans Teide durch die Vulkanologen kann man sich sicher fĂĽhlen. Ein Ausbruch mĂĽsste sich durch vermehrte Erdbeben, da die Magmaquelle in ca. 80 Kilometern Tiefe liegt, ankĂĽndigen und so hat man genĂĽgend Zeit um zu reagieren.

Die Wasserversorgung von Teneriffa

Der Regen, der auf Teneriffa fällt, ist äußerst spärlich und manche Jahre regnet es kaum, oder gar nicht. Der jährliche durchschnittliche Niederschlag liegt bei etwa 450 mm. Wie aber deckt die Insel den Wasserverbrauch?

Teneriffa Wetter
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