Wasserversorgung2018-06-28T15:15:00+00:00

Der Regen, der auf Teneriffa fällt ist äußerst spärlich und manche Jahre regnet es kaum, oder gar nicht. Der jährliche durchschnittliche Niederschlag liegt bei etwa 450 mm. Die Regenzeit ist von November bis Februar, also im Winter. Das Regenwasser (72%) läuft oberirdisch schnell ab, oder versickert im porösen Vulkangestein, das geschieht auch mit dem Schnee, der in den oberen Regionen fällt; er versickert einfach im Vulkangestein, das aus Lockermaterialen besteht, aus denen auch der Teide aufgebaut ist. Quellen sind selten, da der Gesteinsaufbau auf Teneriffa aus übereinander gestapelten Lava- und Tuffschichten besteht. Beim versickern läuft das Wasser auf diesen Schichten unter der Erde nach unten. Das meiste Wasser fließt so an den Küsten unter dem Meeresspiegel in den Atlantik. So sind auch die Schlieren zu erklären, die man oft sehen kann, an der Oberfläche des Meeres sammelt sich das leichtere Süßwasser, das an der Grenze zum Salzwasser Schlieren bildet.

  • Kanarische Pinien
  • Wasserlauf
  • Abholzung

Die eigentliche Wasserversorgung auf Teneriffa ist den kanarischen Pinien, die man an ihren drei langen Nadeln erkennt und es nur auf den Kanaren gibt, zu verdanken. Der Kanarenstrom, von Nordosten kommend, flieĂźt von der portugiesischen KĂĽste an der spanischen KĂĽste entlang, um schlieĂźlich an der afrikanischen KĂĽste nach SĂĽdwesten zu flieĂźen. Er bringt kĂĽhle und feuchte Meeresluft mit sich. Der kĂĽhle Passatwind ebenfalls von Nordosten kommend bildet die vorherrschende Windrichtung auf den Kanaren. Der Wind staut sich an der bergigen Nordseite Teneriffas, die nach oben steigende Luft bildet Wolken. Diese Wolken kondensieren zum Teil an den Piniennadeln und tropfen auf den Boden ab. Der Kanario sagt, dass die Pinien die Wolken melken. Deshalb ist der Norden kĂĽhler als der SĂĽden und auch grĂĽner, mit ĂĽppiger Vegetation.

Ein Teil dieses Grundwassers wird in horizontalen auch in vertikalen Galerien, die in den Berg getrieben werden und das Wasser sammeln, gewonnen. Auf Teneriffa gibt es ca. 1.000 Galerien mit einer Gesamtlänge von etwa 1.300 Kilometern. Man kann auf ganz Teneriffa die Wasserrohre sehen, die oberirdisch geführt werden, dies ist nur möglich, weil es in diesen Regionen keinen Frost gibt. Wo es Quellen gibt, werden diese gleich gefasst und das Wasser in Rohre geleitet. Außerdem gibt es noch ungefähr 500 Brunnen, wobei die meisten aber trocken stehen. Wasser ist auf Teneriffa ein kostbares Gut, denn der Grundwasserspiegel ist gesunken und so stehen auch immer mehr Galerien trocken.

Die Abholzung, die schon kurz nach der Eroberung, bedingt durch die Zuckerindustrie, betrieben wurde, ließ verkarstetes Land zurück und senkte den Teil des Wassers der versickern konnte, bei Regen fließt das Wasser von diesen Flächen einfach ins Meer. Das Wasser, das sich über Millionen von Jahren in porösem Gestein in unterirdischen Höhlen angesammelt hat, ist zum großen Teil verbraucht. In einem durchschnittlichen Jahr gehen ca. 860 Millionen m3 durch Regen und Schnee auf der Insel nieder, wovon 600 Millionen m3 verdunsten und 20 Millionen m3 ungenutzt ins Meer fließen. An die 240 Millionen m3 versickern und sammeln sich in unterirdischen Blasen, die durch die Galerien angezapft werden.

0 m3
Jährlicher Wasserverbrauch
0 m3
Ăśbrigbleibende Wassermenge
0 Liter/Tag
Wasserverbraucher – Touristen
0 Liter/Kilo
Wasserverbraucher – Bananen

Zurzeit werden auf Teneriffa jährlich rund 230 Millionen m3 Wasser verbraucht. Es müssten also jedes Jahr 10 Millionen m3 Wasser übrig bleiben, aber das Ganze ist ein ungefähr, ein „es müsste so sein“ Zahlenspiel, schon ein trockenes Jahr kann diese Rechnung auf den Kopf stellen. Es gab schon Jahre da wurde das Wasser knapp. Die größten Wasserverbraucher sind die Touristen mit 380 Litern/pro Tag, dann kommt die Banane mit 400 Litern/pro erzeugtem Kilo. Die neun Golfplätze, die es auf Teneriffa gibt, sind auch Wasserschlucker, zumal 6 von ihnen im Süden liegen und schlagen die Banane und den Touristen haushoch.

Durch Entsalzungsanlagen werden nur etwa 12% des Wasserbedarfs gedeckt. Immerhin konnte durch modernste Technik der Stromverbrauch um 90% gesenkt werden, so dass 1000 Liter Wassererzeugung nur noch 3kWh Strom verbrauchen. Fortschritte wurden auch beim Leitungsschwund erreicht, in der Hauptstadt Santa Cruz gehen nur noch 7% verloren, das liegt im europäischem Durchschnitt. Die Wasseraufbereitung von Brauchwasser steckt noch in den Anfängen, noch immer versickern rund 40% in Sickergruben und gefährden so auch das Grundwasser.

Meerwasserentsalzungsanlage
Trinkwasser

Das Wasser, das aus den Hahnen kommt hat keine Trinkwasserqualität. Das Trinkwasser muss man hier im Supermarkt kaufen und so kommt der m3 (1.000 ltr.) Trinkwasser auf einen Preis von ca. Euro 105,–. Zum Kochen sollte man nur Trinkwasser aus dem Supermarkt verwenden, vor allem auch zum Kaffee und Tee zubereiten, Nudeln, Reis und Kartoffeln kochen u.s.w.

Teneriffa Wetter
19°
Überwiegend bewölkt
Luftfeuchtigkeit: 77%
Windstärke: 6m/s NNW
MAX 21 • MIN 20
Weather from OpenWeatherMap

UnserTeneriffa.com EAR

Calle Almacigo 17 – A-3, 38400 Puerto de la Cruz

Web: https://unserteneriffa.com/