Wie das Wasser in historischen Zeiten nach La Orotava kam

//Wie das Wasser in historischen Zeiten nach La Orotava kam

Wie das Wasser in historischen Zeiten nach La Orotava kam

Das größte Quellgebiet auf Teneriffa lag bei „Aguamansa, was soviel wie ruhiges Wasser heißt. Hier gab es im 16. Jahrhundert unzählige Quellen, die Unmengen an Wasser förderten. Ein Teil dieses Wassers floss durch den Barranco durch La Orotava und verschwand im Meer.

Um die Kraft des Wassers für die Mühlen nutzen zu können, musste der Wasserfluss geregelt werden. Als einziges Hilfsmittel stand das Holz der kanarischen Pinie zur Verfügung. Aus den Pinienstämmen wurden die ersten offenen Rinnen geschaffen, die aneinander gefügt zu Wasserleitungen wurden. Das Wasser wurde in künstlich angelegte primitive Wasserbehälter geführt, die entweder aus Tonerde waren, oder auch gemauert sein konnten. So war es möglich, dass sich 11 Mühlen an der Wasserleitung ansiedelten. Der damalige Verlauf der Wasserleitung heißt heute noch „Ruta de los Molinos“.

Wasser - Aguamansa
Wasser - Aguamansa

Um einen regelmäßigen Wasserdurchfluss zu gewährleisten mussten die Leitungen auch auf Stelzen in die Höhe gebracht werden. Der Wasserverlust, der durch die Bauart der Leitungen entstand, war sehr hoch. Um dem entgegen zu wirken und weil Wasser ein sehr kostbares Gut war, wurden auf den Straßen gepflasterte Kanäle angelegt. Dieses Wasser wurde von den ärmeren Schichten zum Wäsche waschen und für den alltäglichen Gebrauch genutzt, nur war dieses Wasser nicht sauber, da allerlei Unrat auch tote Tiere in den Wasserleitungen lagen. Man kann sich heute noch vorstellen, dass diese Art der Wasserversorgung viele Anwohner krank machte.

Die Kaufleute und Adeligen kannten dieses Problem nicht, da sie mit Fuhrwerken und darauf befindlichen Fässern ihr Wasser direkt an den Quellen holen ließen. In späteren Jahren, inzwischen sehr reich geworden, konnten sie es sich leisten ihre Häuser mit eigenen Leitungen zu versorgen.

In der Oberstadt versorgte die Wasserleitung die Mühlen und Fabriken mit der Wasserkraft und dem Wasser und wurde danach vor dem Konvent San Francisco in das Stadtzentrum geleitet, zur Calle Collegio, an der Kirche vorbei um schließlich in die Calle Tomás Zerolo zu gelangen, die noch heute im Volksmund „Calle del Agua“ heißt.

Heute sind die Quellen von Aguamansa versiegt, da zuviel Wasser mit den Galerien gefördert wurde und wird und so der natürliche Rückhalt in den so genannten Wasserblasen im Gebiet Aguamansa ausgetrocknet ist. Die Galerien haben in der Neuzeit die Quellen ersetzt, doch auch hier deutet sich schon an, dass der Wasserverbrauch zu hoch ist, da eine Galerie nach der anderen austrocknet.

Die Frage der Wasserversorgung wird in Zukunft zu einem der ersten Themen der Insel werden!

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